Die Hickethier-Sehschulung


Die Hickethier-Sehschulung


von Friedrich Depke

Nach den Erkenntnissen Kurt Hickethiers entstehen die meisten Sehstörungen weniger durch organische Erkrankungen der Augen, als durch Störungen im Bereich des Nervensystems und durch seelisch-geistige Probleme.

Das Sehen ist ein etwas komplizierter Vorgang, bei dem die Augen eine wichtige Rolle spielen. Was sie wahrnehmen, wird über die Sehnerven an das Sehzentrum ins Gehirn weitergeleitet. Erst dort formt sich das was wir sehen zu einem richtigen Bild. Die Informationen, welche die Augen liefern reichen allerdings nicht aus, um zu sehen. Hierzu brauchen wir das Erinnerungsvermögen, die Vorstellungskraft und alle anderen Sinne, damit das vom Auge Wahrgenommene richtig „eingebildet“ wird.

Soweit die Beschreibung des körperlichen Vorganges. Hickethier sieht beim Sehen aber nicht nur den körperlichen Aspekt. Für ihn spielt beim Sehen die Ganzheit des Menschen, also die Harmonie von Körper, Seele und Geist eine wesentliche Rolle. Kommt es hier zu einer Disharmonie sind Störungen zwangsläufig vorprogrammiert.

Die Sehschulung ist ein Therapie-Seminar von 12 Tagen Dauer und ermöglicht eine Behandlung von Sehstörungen auf natürliche Weise. Sie gliedert sich in einen sogenannten körperlichen und einen seelisch-geistigen Teil.

Der körperliche Teil der Kur - die Aufbesserung des Blutes und aller Gewebe - wird von dem Ergebnis der Anlitzdiagnose bestimmt. Die Mittel sind: Schüßler-Salze (Biochemie nach Dr. Schüßler), Mineralbäder, Rückgratpflege (eine spezielle Nervenmassage), aber auch frische Luft, Licht und anderes mehr. Die Anlitzdiagnose wird bei Bedarf mehrmals gestellt, um im Laufe der Kur immer wieder die bestwirkenden Anwendungen zu ermitteln. Jede Kur verläuft dem einzelnen Fall entsprechend anders. Enge Grenzen lassen sich nicht allgemein festlegen, zumal auch die Ursachen der einzelnen Störungen sehr verschieden sind.

Die Biochemie nach Dr. Schüßler ist eine Mineralstofftherapie. Es handelt sich hierbei um Stoffe, die in jedem pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Organismus in Spuren vorkommen und dort wichtige Aufgaben zu erfüllen haben. Sie sind verantwortlich für Aufbau, Betrieb und Reinigung des Körpers. Ein Mangel an Mineralien verursacht ein Ungleichgewicht, wodurch verschiedenste Störungen oder Krankheiten entstehen können.

Den geistigen Teil der Kur stellt vor allem die Gemüts- und Gedankenpflege dar. Richtiges Denken ist die erste Grundlage für gutes Sehen. Deshalb müssen wir lernen, unser Gedankenleben zu vereinfachen. Wir müssen in unser Denkvermögen Ruhe und Ordnung bringen. Sobald das Denken nicht übereinstimmt mit unserem Reden, Fühlen, Handeln und so weiter, bildet sich in unserem Gedankenleben eine Verkrampfung, die auch im Körper bleibende, negative Spuren hinterläßt.

In der Verkrampfung liegt jedoch heutzutage das ganze menschliche Sein eingebettet. Nicht nur den Kranken, auch den scheinbar Gesunden fehlt der natürliche Wechsel von Anspannung zur Entspannung. Lösen wir die Verkrampfungen, so werden die Kranke gesund und die „Gesunden“ leistungsfähiger und lebensfroher.

Um dies zu erreichen stehen in der Sehschulung Entspannungsübungen im Vordergrund, die Hickethier als Losung bezeichnet.

Bewußtes Augentraining, Seh- und Leseübungen sind ein unwesentlicher Faktor in der Hickethier-Sehschulung. Sie dürfen keineswegs in den Vordergrund treten, weil sie den Erfolg nur verzögern würden. Diese werden erst dann durchgeführt, wenn die normale Sehkraft bereits wieder erlangt wurde oder doch zumindest dieses Ziel recht nahe liegt. Je mehr dem gesamten Sehvermögen Ruhe und Erholung gegönnt wird, desto schneller wird es wieder leistungsfähig.

Während der Sehschulung wird bewußt auf Lesen, Schreiben und Tragen der Brille verzichtet, damit die Grundvoraussetzung der Augenerholung erfüllt wird.

Die zahlreichen, dauerhaften Erfolge in der Sehschulung zeigen, daß Hickethier mit seiner Heilmethode den richtigen Weg beschritten hat.

 

© by Friedrich Depke • Im Kirschengarten 6-8 • 56132 Kemmenau • Germany

 


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